Aufbau eines mobilen Amphibienschutz-Zaunes

Thomas Schlufter betreut seit Jahren zahlreiche mobile Amphibienschutz-Zäune. Gemeinsam mit seinem Kollegen Fritz Daniel präsentiert er uns hier beispielhaft den Aufbau einer solchen Anlage.

 

 

 

Mobiler Amphibienschutzzaun von „Maibach“ und dazugehöriges Werkzeug.
Einschieben der Folie in die Pfahlhalterung.
Gewebe bzw. Folie bis zum oberen Ende des Haltepfostens ziehen.
Die Folie ist fest im Haltepfosten mittels Klemmteil fixiert. Fixierung des Haltepfostens im Boden. Dabei unbedingt auf straff sitzende Folie achten.
Beim Fixieren der Haltepfosten ist die Folie durch eine zweite Person unbedingt so straff wie möglich zu ziehen, um keine Falten entstehen zu lassen. Das Einschlagen der Haltepfosten erfolgt je nach Untergrund mittels Hammer oder Fäustel.
Je nach Gelände sind alle 2-3m Haltepfosten für einen exakten Zaunaufbau notwendig. Gut erkennbar auch die zukünftige Lauffläche der Amphibien am Zaun.
Zur Fixierung des Zaunes am Boden sollte (wenig) Erdreich aufgetragen werden, zuerst punktuell am Haltepfosten.
Weitere Scheiben werden möglichst nebeneinander gelegt und unbedingt festgetreten. Es entsteht eine verdichtete kompakte Lauffläche, die keinerlei Öffnung zur Unterwanderung bietet.
Eventuelle Risse in der Folie sind durch beidseitige Abdeckung mit Klebeband abzudichten.
Als Fangbehältnis eignen sich handelsübliche 10 l Mörteleimer aus dem Baumarkt. Diese sind mit ausreichenden Bohrungen zu versehen, die nicht größer als 2mm-4mm sein dürfen.
Bevor die Eimer eingesetzt werden, wird etwa die Hälfte des oberen Randes mit einer scharfen Rosenschere entfernt.
Die auszuhebenden Löcher sollten nach Möglichkeit nur so groß sein wie die Eimer, um unnötige Nacharbeiten zu vermeiden.
Der Eimer ist bündig an die Lauffläche einzusetzen. Zur besseren Fixierung empfiehlt es sich, einen angespitzten Holzpfahl auf der Gegenseite schräg einzuschlagen, so dass dieser das Foliengewebe exakt am Eimerrand einklemmt.
Einpassen der Fangbehältnisse durch Verfüllen mit Erde, eben bis zum Eimerrand.
Einsetzen eines Spannstockes (am besten Esche).
Der Spannstock ist exakt einzupassen und muss aufgrund der Austrocknung alle 14 Tage erneuert werden.
Der Spannstock erreicht seine Funktion durch das Auftreffen auf den eingeschlagenen schrägen Holzpfahl (hier durch das Foliengewebe verdeckt). In das Fangbehältnis wird auch eine Kletterhilfe für Spitzmäuse und andere Kleinsäuger eingesetzt.
Holzpfähle können auch bei der Aufrichtung von durchhängenden Zaunabschnitten verwendet werden.