Feuersalamander

Die schwarz-gelbe Oberseite ist kennzeichnend für den Feuersalamander.
Die gestreifte Variante ist in Thüringen vor allem im Harzbereich anzutreffen.
Die hellen Flecke an Arm- und Beinansätzen sind charakteristisch für die Larven des Feuersalamanders. Daran kann man sie gut von den Larven der Molche unterscheiden.
Als Bewoner sauerstoffreicher Gewässer besitzt die Feuersalmanderlarve kräftige Außenkiemen. Alle Fotos: Konrad Kürbis

Salamandra salamandra LINNAEUS, 1758

 

Merkmale

Adulte: Größe der Männchen und Weibchen 140 bis 200 mm. Schwarz glänzend mit auffällig gelborangem Flecken- /Streifenmuster auf der Oberseite. Streifenmuster sind typisch für die westliche Unterart Salamandra salamandra terrestris, während die östliche Unterart Salamandra salamandra salamandra gefleckt ist. Breiter Kopf mit großen Ohrdrüsen, plumper Körper.

 

Larven: Kopf breit mit deutlich sichtbaren Außenkiemen, Schwanz sehr stumpf, auffallend grob gefleckt, am Ansatz jeden Beines findet sich ein hellgelber Fleck.

 

Lebensraum und Verbreitung

Die Larven werden von den Weibchen lebend in kühle Gewässer wie Quellbäche, Quelltümpel und quellwassergespeiste Kleingewässer abgesetzt. In Bächen halten sich die Larven bevorzugt in kleinen Stillwasserzonen, insbesondere in Kolken auf. Typischer Lebensraum von Feuersalamandern sind feuchte Laubmischwälder der Mittelgebirge. Seltener findet man die Art in Nadelwäldern oder auch Gärten.

 

Fortpflanzung:

Die Paarung erfolgt an Land. Die Larven werden von Februar bis Mai bereits voll entwickelt in kühlen Quellbächen, Quelltümpeln oder Brunnen abgesetzt

 

Gefährdung:

Ausbau und Begradigung von Bächen, Fischbesatz, Fichtenanbau in Bachnähe, im Thüringer Wald auch Wasserentnahme in den Quellbereichen.

Dort, wo die Lavengewässer auf Hochflächen entspringen (z.B. vielerorts in Ostthüringen), sind außerdem Abwassereinleitungen aus Ortschaften sowie belastete Abflüsse von Straßen und Ackerflächen vorhanden. Hinzu kommt das Abdriften der Larven bei Starkregenereignissen, da der hohe Versiegelungsgrad unserer Landschaft sowie auch stellenweise die landwirtschaftliche Nutzung (z.B. Maisanbau) zu weitaus dramatischeren Hochwässern führt als früher. Häufig verlaufen Straßen zwischen Landlebenraum und Reproduktionsgewässer – die einzeln und oft auf breiter Front anwandernden Weibchen werden hierbei in den meisten Fällen als Verkehrsopfer kaum wahrgenommen.

Schutzmaßnahmen: Unter Federführung der Naturstiftung DAVID laufen derzeit in Thüringen einige großflächige Schutzmaßnahmen für den Feuersalamander.