Wechselkröte

Aufgrund ihrer grünlichen Zeichnung wird die Wechselkröte auch Grüne Kröte genannt. Foto: Lutz Eger, Altenburger Land, Mai 2003

Bufotes viridis LAURENTI, 1768


Merkmale

Adulte: Größe der Männchen bis 80 mm, Weibchen bis 90 mm. Oberseite des Männchens grau mit hellgrünen Inselflecken, Oberseite des Weibchens fast weiß mit grünen Inselflecken, an den Flanken der Weibchen meist rötliche Warzen. Körper etwas schlanker als der der Kreuzkröte. Pupille waagerecht, zitronengelbe bis grünliche Iris. Große, flache Drüse über dem Ohr. Oberseite mit vielen, nicht stark ausgeprägten Warzen.

Der Ruf ist ein anhaltendes Trillern, das allmählich lauter und höher wird. "Ürrr", zwischen den Trillern längere Pausen - wird oft mit der Maulwurfsgrille verwechselt. Ruf nicht sehr weit zu hören.
Larven: Rückenfärbung bräunlich/grünlichgrau, Flossensäume hell. Schon vor der Metamorphose ein grünes Fleckenmuster sichtbar. Gesamtlänge bis 50 mm. Laichschnur meist über 100 cm lang, oft am Gewässerboden liegend. Eier zweireihig in Hüllschnur. 2.000 - 15.000 Eier braun bis schwarz gefärbt. Eidurchmesser 1 - 1,5 mm.

Lebensraum und Verbreitung

Die Wechselkröte ist als östliche Steppenart an Trockenheit, Wärme und Kälte gut angepasst. Sie bevorzugt offene, sonnenexponierte, trockenwarme Habitate mit grabfähigen Böden und teilweise fehlender, lückiger Gras- und Krautvegetation. Sie ist daher vor allem an Ruderalstandorten, in trockenem Brachland auf Feldern und in Abgrabungsflächen anzutreffen. Sie entfernt sich teilweise sehr weit von offenen Gewässern. Wechselkröten sind vorwiegend nachtaktiv. Die Laichgewässer sind flach und vegetationsarm, z.B. in Steinbrüchen. Als Laichgewässer werden temporäre Gewässer mit mineralischem Boden bevorzugt. Die Wechselkröte toleriert erhöhten Salzgehalt der Laichgewässer. Die Art ist derzeit nur aus Ost- und Mittelthüringen bekannt.

Gefährdung

Einsetzen von Fischen in frische Kiesgruben; Fehlen geeigneter Laichgewässer, Rekultivierung von Brach- und Ödland.

Der Bestand nimmt seit Anfang der 1990er Jahre besorgniserregend ab. Die Art ist daher in Thüringen akut vom Aussterben bedroht.

Auf der Jahrestagung 2013 wurde über die Gefährdung des bedeutenden Vorkommens in Burgtonna berichtet. Die Präsentation findet sich hier.

Es gibt aber auch angenehme Überraschungen: Über neu entdeckte Vorkommen in Ostthüringen berichtet Sebastian Schopplich hier.