Mauereidechse

Mauereidechsen auf der Veste Oberhaus bei Passau. Auch diese Tiere gehen auf eine Einschleppung zurück. Fotos: Dorothee Hoffmann, 8.4.2011

Podarcis muralis (Laurenti, 1768)

Anmerkung: Die Mauereidechse hat Thüringen auf natürlichem Wege nicht erreicht. Allerdings wurde in der Vergangenheit von einigen Plätzen berichtet, an denen man sie ausgesetzt haben will. Gegenwärtig sind allerdings in Thüringen keine Vorkommen bekannt.


Merkmale

Die Mauereidechse erreicht eine Gesamtlänge bis 22 cm. Sie ist schlank und meist mäßig abgeflacht. Das Halsband ist gewöhnlich glattrandig, die Rückenschuppen leicht gekielt. Der Schwanz erreicht bis zu doppelte Kopf-Rumpf-Länge.
Die Rückenfärbung ist hell- bis mittelbraun oder grau mitunter auch grünlich. Auffallend ist eine unregelmäßige schwärzliche Fleckung, die manchmal ein Netzmuster bildet. Die Unterseite ist sehr variabel gefärbt, von weißlich über gelblich bis rot und von ungefleckt bis stark gefleckt oder getüpfelt.

Lebensraum und Verbreitung

Die Mauereidechse ist von N-,.NO- und M-Spanien ostwärts über M-Europa und die Balkanländer bis zur Westküste des Schwarzen Meeres und im Norden bis Südengland verbreitet. In Deutschland kommt die Art schwerpunktmäßig im Südwesten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Dabei werden klimatisch begünstigte Hanglagen an Rhein, Neckar, Mosel, Nahe, Lahn und Ahr. Weitere Vorkommen existieren in Hessen und im Saarland. Mehrere eingebürgerte, isolierte Populationen existieren z.B. in Dresden und Leipzig.
Die Mauereidechse besiedelt ein breites Biotopspektrum. Es werden vor allem trockene Gebiete bevorzugt. Als typischer Kulturfolger ist die Mauereidechse in Weinbergen, an Bahn- und Straßenböschungen sowie an Mauern und Gebäuden in Siedlungen und Städten anzutreffen.
Die Mauereidechse ist tagaktiv. Sie ist sehr flink und klettert sehr gut. Das Gelege wird in selbstgegrabenen Gängen abgelegt und umfasst 2-10 Eier. Es sind 2-3 Jahresgelege möglich.