Waldeidechse

Waldeidechsen nutzen gern trockenes Holz als Aufwärm- und Sonnenplatz
An den Achseln von Eidechsen saugen sich gern Zecken fest. Fotos: Lutz Eger, Hainich-NP 21.05.2005
Inga Hampel traf am 19.06.2010 nahe des Schützenbergmoores b. Oberhof auf diese schwarze (melanotische) Waldeidechse

Zootoca vivipara (Jacquin, 1787)

(Synonym: Bergeidechse)

Merkmale

Die Waldeidechse erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 18 cm. Sie ist schlank, kurzbeinig mit einem kleinen ziemlich abgeflachten Kopf. Das Halsband ist stark gezähnt und die Rückenschuppen sind deutlich gekielt. Der Schwanz erreicht bis zur doppelten Kopf-Rumpf-Länge.

Lebensraum und Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Waldeidechse reicht von NW-Spanien bis Irland im Westen bis Sachalin im Osten und bis N-Italien, S-Jugoslawien und Bulgarien im Süden. Sie ist die Reptilienart, die am weitesten nach Norden vordringt und erreicht am Varanger-Fjord 70° n.Br.
Als Lebensraum werden, Sumpfwiesen, Moore, aufgelassene Steinbrüche und Sandgruben sowie Waldflächen im Flach-, Hügel- und Bergland besiedelt, wo vor allem Waldränder, Wegböschungen und Lichtungen bevorzugt werden. Sie ist feuchtigkeitsliebend.
Die Waldeidechse ist tagaktiv und standorttreu. Bei Gefahr flieht sie auch ins Wasser. Die 2-12 Junge werden lebend geboren, d.h. sie schlüpfen beim „Geburtsvorgang“ aus den transparenten Eihüllen.